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Die „Baad Wirthschaft am Brandisswald“ wird erstmals 1688
erwähnt. Die Obrigkeit sah sich nämlich genötigt, das „ Kachelbad am
Brandisswald“ abzustellen, da der damalige Badwirt Jacob Schoenholtzer „im Walde
mit Holzfällen übel hause“ und weil in dem Bade „an Samstagen und Sonntagen ein
gottloses, ergerliches Leben geführt werde.“ Ein Gültbrief von 1710, sowie ein Kaufvertrag aus dem Jahre 1728 bestätigen das Alter des Bades. 1743 war das Bad unter dem Namen „ Baad Wirthschaft im Ochsenwald Grichts Biglen“ verbrieft. Im 18. Jahrhundert taucht zum ersten mal der Name “ Löchlein- Bad“ auf. Um 1800 war es ein Badebetrieb mit Wirtschaft; der damals vornehme „Bären“ in Biglen soll seine Gäste zum Baden gebracht haben. 1851 wurde ein als neues Wirtschaftgebäude dienendes „Stöckli“ ( das heutige renovierte Wirtshaus) gebaut. Ein Badehäuschen „das ausser den 4 in`s Freie sich öffnenden hinlänglich geräumigen Badezellen à 2 Kästen, nur noch den offenen Heizraum“ enthielt, befand sich einige Meter weiter unten. 1901 wurden die Badeeinrichtungen ins Untergeschoss des Wirtschaftsgebäudes verlegt (heute Küche und Lagerräume) und das alte Badehäuschen abgebrochen. 1928 wurde der öffentliche Badebetrieb eingestellt, das Bad wurde nur noch für Nachbarn und Familie heiss gemacht. Die Badetätigkeit hörte im Laufe der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts ganz auf. Von 1982-89 blieb das Löchlibad geschlossen. Im Jahre 1987 verstarb die einstige Wirtin Mina: nach ihr ist heute ein Stübli – ihr ehemaliges Schlafzimmer – benannt. Mina servierte den Gästen lediglich nur noch Getränke, vielleicht ab und zu auch ein Sandwich. Die Wirtschaft bestand zu dieser Zeit nur aus der heutigen alten Gaststube und einem Tanzsaal im ersten Stock, in welchem jeweils an Sonntagen getanzt wurde. Erst nach einem Besitzerwechsel erfolgten diverse Umbauten.1989 erfolgte die Wiedereröffnung unter der Pächterin M. Bichsel. Im Jahre 1994 erfolgte der Kauf durch die heutige Wirtin Hanny Schwab. Die Quelle des einstigen Bads fliesst noch immer, das eisenhaltige Wasser schmeckt ausgezeichnet. Empfohlen wurde es zu seiner Zeit insbesondere gegen Rheuma, Hautkrankheiten und nässende Geschwüre. Früher glaubte man zudem, die mit der Kraft des Mars verbunden Eisenquellen würden die männliche Libido stimulieren...
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